Geschichte

Löcknitz liegt im Gebiet eines Urstromtales, das sich seit 20.000 Jahren v.u.Z. gebildet hat, als die Gletschermassen der Eiszeit nach und nach zurück wichen. Funde von Steingräbern, z.B. bei Wollschow – Menkin, Hammelstall und beim Hühnenwinkel sowie von Waffen, Schmuck, Schalen, Krügen, Beilen, Meißeln beweisen, dass Löcknitz seit der Steinzeit bewohnt war.

Schlosshof ca. 1844

Schlosshof ca. 1844

Slawen (Ukrer) besiedelten seit 600 Jahren v.u.Z. den von den germanischen Stämmen verlassenen Raum. Der Name Löcknitz – slawischen Ursprungs – wahrscheinlich aus Locheniza oder Lokenitz (Grubenniederung, Sumpfloch) entwickelt, drückt die Lage des Ortes in dem sumpfigen Urstromtal aus. 1212 wurde Löcknitz erstmalig erwähnt. Aus der aus Holz und Pfählen gebaute Slawenburg Lokenitza wurde später – etwa um 1400 – eine deutsche Burg aus Mauerwerk – “Castrum Locenize”. Zur Burg gehörten nicht nur die Ansiedlungen sondern alle Äcker, Wiesen und Waldungen, ebenso die Ansiedlung Plöwen und Bismark sowie Bergholz.

Um Löcknitz fanden oft erbitterte Kämpfe statt, Burg und Ansiedlungen wurden mehrfach zerstört. Im 30-jährigen Krieg waren Zerstörungen und Verluste unter den Einwohnern so stark, dass von 197 Domänen-Bauern nur 48 übrig blieben, von 80 Kossätenstellen nur noch eine besetzt war. Schwere Schäden brachte auch der Krieg und die Besetzung Napoleons im Jahre 1807. Bis 1390 gehörte Löcknitz zu Brandenburg, von 1390 – 1468 zu Pommern, danach bis 1818 wieder zu Preußen. Während der Zugehörigkeit zu Pommern hat die Stettiner Ratsherrenfamilie Wussow Burg und Besitz von Löcknitz vom verschuldeten Pommernherzog für 3.000 Mark gepfändet bekommen. Wussows bauten 1393 ein zur Burg gehörendes Haus zum Schloss aus.

1468 – Löcknitz wurde von den Brandenburgern wieder erobert
1472 – Graf von Hohenlohe – Burgherr
1473 – Werner von der Schulenburg – Burgherr
1477 eroberten die Pommern Löcknitz
1478 eroberten Brandenburger Löcknitz zurück
1479 – Friedensschluss – von der Schulenburg wurde I. Rat und Hauptmann von Stettin und Hofmeister. Er erhielt Burg, Schloss und Stadt Löcknitz mit allem Zubehör als Lehen.
1515 verstarb er.

Die Söhne Jacob und Richard führten sein Werk fort. Während Jacob von der Schulenburg weitere Güter erwarb wie Mandelkow und Krugsdorf, kümmerte Richard sich sehr wenig um die Besitzungen. Er führte so ein aufwendiges Leben, dass die Güter in kürzester Zeit an Schuldner verloren gingen. Seinem Vetter Levin von der Schulenburg gelang es 1622 – 1625 einen großen Teil zurück zu kaufen. Sein Sohn hatte das ganze Elend des 30-jährigen Krieges zu tragen.

1638 hielten die Schweden Löcknitz dauerhaft besetzt. 1650 nach dem Westfälischen Frieden ziehen die Brandenburger weider ein. Nach dem 30-jährigen Krieg lag Löcknitz in Trümmern, nur Festung und Schloss standen. Von der Schulenburgs waren zwar noch Eigentümer der star verwüsteten Güter, wohnten aber nicht mehr auf Löcknitz. Schloss und Burg befanden sich in militärischer Besatzung. 1688 verloren die Schulenburgs nach einem Prozess das Gut Löcknitz an den Kurfürsten von Brandenburg. Im 7-jährigen Krieg hat Löcknitz dann wieder stark gelitten (1760 nur noch 25 Häuser).

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